Lokal erzeugte Produkte aus dem letzten Italien Urlaub? Das Berliner Start-up Omioo schafft Abhilfe

2nd May 2018
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Das Berliner Start-up Omioo bietet individuelle, lokal erzeugte Produkte von Europas besten kleinen Unternehmen und Kreativen an.

„Am wichtigsten ist die Energie, wenn man zusammenarbeitet"

Viele Karrieren fangen in großen Unternehmen an, so auch Matthias Eiseles. „Ich habe während des Studiums verschiedene Großkonzerne kennengelernt. Einerseits habe ich viel gelernt, aber auch ziemlich schnell realisiert, dass ich mir in diesen Unternehmen keine Zukunft vorstellen kann. Die langen Entscheidungswege und die vielen Hierarchien empfand ich als belastend“, sagt Matthias Eisele, Mitgründer von Omioo.

Die konkrete Idee, ein Start-up zu gründen, hatte Matthias während eines Praktikums bei einem Investor. Schon während des Studiums gründet er sein erstes eigenes Unternehmen. Schnell folgt das Zweite. Wie bei vielen Start-ups ist der Weg steinig. „Das erste Start-up im Gaming Bereich ist mittlerweile eingestellt. Auch das Zweite funktioniert leider nicht mehr“, sagt Matthias. „Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierendes Team ist“, führt Matthias weiter aus. Seinen jetzigen Mitgründer, Hernan Maguina, kennt Matthias seit langem. Beim Einstellen neuer Leute hat Matthias mittlerweile ein Mantra entwickelt: „Intelligenz, Loyalität und Energie“. Gleichzeitig haben die Erfahrungen ihn gelehrt, bedachter an eine Unternehmensgründung heranzugehen.

Ein kuratierter Marktplatz für lokale Produkte

Entstanden ist Omioo, ein kuratierter Marktplatz, um einzigartige, lokal erzeugte Produkte zu verkaufen, zu entdecken und zu kaufen. „Jeder ist bei einer Reise schon einmal durch eine Straße mit Produkten gelaufen, die ganz spezifisch für die Region sind. Wir ermöglichen den Zugang zu diesen Produkten, auch wenn man selbst nicht vor Ort sein kann“, sagt Matthias. „Mit Omioo ermöglichen wir einerseits ausgewählten lokalen Erzeugern, ihre Produkte weltweit anzubieten und andererseits schaffen wir für Käufer einen einfachen Zugang“, führt Matthias weiter aus. Der Marktplatz umfasst mittlerweile mehr als 1.500 Produkte aus 22 verschiedenen europäischen Ländern in Kategorien wie Fashion für Frauen, Männer und Kinder, Beauty, Home und Essen & Trinken.

Was macht Omioo einzigartig? Alle Produkte sind sorgfältig ausgewählt und ausschließlich in Europa produziert. Alle Produkttexte sind in fünf verschiedenen Sprachen verfügbar und jeder Verkäufer wird detailliert vorgestellt. „Wir wollen die Geschichte der Verkäufer erzählen und was sie antreibt“, sagt Matthias. Das Geschäftsmodell ist einfach. Bei jeder erfolgreichen Transaktion ist eine Kommissionsgebühr fällig.

Die Idee entstand durch Matthias Frau, eine Katalanin. „Wir haben sehr viele internationale Freunde, die sich sehr oft spezielle Produkte aus ihrem Land mitbringen lassen oder sie online bestellen. Das funktioniert allerdings meistens nur mit lokalem Wissen und den geeigneten Sprachkenntnissen“, sagt Matthias. Ein Problem, das gelöst werden muss, findet Matthias und gründet Omioo. Mit einem jährlichen Wachstum von 20-25% im grenzübergreifenden E-commerce, ist Omioo am Puls der Zeit. Insbesondere Kunden, die Produkte aus den höheren Qualitätssegmenten präferieren, spricht Omioo an.

Die Zukunft

Aktuell wird die komplett selbst entwickelte Plattform auch für die Aufnahme von Händlern angepasst. „Ursprünglich hatten wir uns nur auf die Zielgruppe der unabhängigen Produzenten konzentriert, doch im Laufe der Zeit haben auch immer mehr Händler Interesse an unserer Lösung gezeigt. Auch ihnen fehlt oft der einfache Zugang zu einem internationalen Publikum“, sagt Matthias. Gleichzeitig konzentriert sich Omioo in den nächsten Wochen darauf, das Einkaufserlebnis zu verbessern. Neben der Erweiterung des Produktkataloges, wird es in der Zukunft mehr Informationen zu den Regionen sowie zur Nutzung der Produkte geben. „Da wir noch am Anfang sind, ist einer unserer nächsten Schritte unsere Community weiter auszubauen und unser Marketing international zu skalieren“, erläutert Matthias die Pläne für die nahe Zukunft.

Finanziert wird Omioo momentan von der MELO Gruppe, einem mittelständischen Unternehmen im Bereich der Pressedistribution mit Sitz in München. „Mit sehr begrenzten Ressourcen haben wir den Proof of Concept geschafft, sodass wir jetzt ausgründen und auch unsere erste Finanzierungsrunde abschließen werden”, sagt Matthias.

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